Die Lücke, über die niemand spricht
Die meisten Automatisierungsteams bestehen aus SPS-Programmierer. Was sie selten haben, ist die Erfahrung mit den Software-Engineering-Praktiken, die der Rest der Industrie seit zwanzig Jahren einsetzt: strukturierte Versionskontrolle, automatisiertes Testen, Continuous Integration, dokumentierte Architektur, Code-Review.
Nicht weil ihnen die Fähigkeit fehlt. Weil ihnen in ihrer Welt niemand gezeigt hat, wie diese Dinge in der Praxis funktionieren - an echten Maschinen, unter echtem Projektdruck.
Die Kosten sind unsichtbar, bis sie es nicht mehr sind. Ein einziger Entwickler, der das Unternehmen verlässt, nimmt das Projektwissen mit. Eine Regression erreicht den Maschinenboden, weil kein automatischer Test da war, um sie zu erkennen. Ein neuer Mitarbeiter verbringt drei Monate damit, das Projekt zu verstehen, bevor er beitragen kann. Das sind keine Pechsträhnen. Das sind strukturelle Probleme mit einer bekannten Lösung.
Was das hier anders macht
Wir sind kein Schulungsunternehmen mit festem Lehrplan. Wir sind Entwickler, die täglich Maschinen bauen und Produktionscode pflegen. Wir vermitteln zuerst die grundlegenden Praktiken - Versionskontrolle, CI/CD, Softwarearchitektur, Teststrategie - und zeigen, wo unsere Tools passen und wo nicht.
Wir arbeiten nach Möglichkeit mit echten Beispielen aus Ihrer eigenen Codebasis. Abstrakte Übungen mit Spielzeugproblemen überleben den ersten Kontakt mit Produktionscode selten.
Ein Team, das unsere Schulung abschließt, weiß, wie es einen soliden Entwicklungs-Workflow von Grund auf aufbaut, unabhängig von einem bestimmten Anbieter oder einer bestimmten Toolchain.
Damit Sie sich ein Bild machen können
2-tägiger Workshop vor Ort · ab €1.900 zzgl. Reisekosten. Durchführung aus der Ferne auf Anfrage.
Themen, Tiefe und Beispiele werden in einem kurzen Vorgespräch auf Ihr Team abgestimmt. Der folgende Überblick ist ein typischer Ausgangspunkt, manche Aufträge gehen tiefer in Softwarearchitektur und berühren unser eigenes Tooling kaum.
Tag 1 - Grundlagen
- Strukturierte SPS-Software: Coding-Konventionen, Managed/Unmanaged-Objekte, Bibliotheks-Schichtung
- Kernkonzepte: Objekt-Lifecycle, Fehlerweiterleitung, das Bridge Pattern zur Entkopplung von Equipment und HMI-Kommunikation
- Equipment-Objekte in der Praxis: Aktuatoren, I/O, Achsen - aus getesteten Bausteinen instanziiert, nicht projekt für projekt neu implementiert
- Praktische Übung: ein Framework-Objekt von Grund auf bauen und in eine laufende Demo-Maschine integrieren
Tag 2 - Applikationsarchitektur und Tooling
- Standardisierter Applikationsaufbau: Kommunikation, Daten und Funktion trennen, und warum das auch fremden Code für Entwickler lesbar hält, die ihn nicht selbst geschrieben haben
- Unit-Architektur, State-Machine-Lifecycle und wie Units koordinieren, ohne direkt gekoppelt zu sein
- Sequences: schrittbasierte Muster, Await-Helfer die Polling-Schleifen ersetzen, Fehlerweiterleitung in der Aufrufkette
- Tooling in der Praxis: Projektvorlagen in der IDE, Inbetriebnahme ohne HMI-Code, Backup/Restore, CI/CD-Grundlagen
- Praktische Übung: Demo-Maschine vollständig abschließen
Kontakt aufnehmen → um Umfang, Teamgröße und Format zu besprechen.